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Galerie-Rundgang mit Barbara Wiegand

Anmoderation:

Auf ihrem Galerierundgang hat sich Barbara Wiegand außerhalb der weißen Ausstellungsräume begeben und Kunst an mal anderen Orten entdeckt: in einem ehemaligen Wasserspeicher und in der freien Natur. ...

TAKE

... Zurück in Berlin, kann man sich an heißen Sommertagen im ehemaligen Wasserspeicher im Prenzlauer Berg weitere Kunst und Kühlung verschaffen. Unter dem Titel „Spielräume - Raumspiele“ bleibt auch hier der WM-Ball nicht außen vor: In halbierter Form schubbert er bei Tina Zimmermann ziemlich orientierungslos durch die als Stadtplan auf Boden und Wände projizierte WM Stadt Berlin, Christian Stanicki hat aus Holzlatten, Alublech und Gardinenstoff ein vertracktes Stadion mit mehreren Spielebenen errichtet und Jeongmoon Choi aus Südkorea nimmt den Ausstellungstitel als Aufforderung, auch den imaginären Spielraum im Kreisrund des historischen Backsteingebäudes zu erweitern. In einem der den Kern des Wasserspeichers umfassenden Ring öffnet sie mit Schwarzlicht reflektierenden Bindfäden neue Dimensionen, errichtet schnurgerade Wände im gebogenen Raum, umreißt leuchtend Türen, als vermeintlicher Übergang in andere Sphären. Kuratorin Barbara Rüth: O-Ton: Spielräume - Raumspiele, da haben wir elf Künstler eingeladen, sich darauf einzulassen, aber ich muss sagen der eigentliche Star ist die Architektur. Mit der wird intensiv gespielt. Das ist immer wieder interessant und immer wieder bin ich erstaunt, was die Künstler für Facetten aus dem Raum herausholen. Zwar wirken viele der Kunstwerke vor allem durch diese Architektur, doch im Zusammenspiel mit dem kreisrunden Backsteinbau gibt es auch bei dieser zehnten RESERVOIR-Ausstellung Manches zu entdecken. „Spielräume – Raumspiele“, die Ausstellung im Großen Wasserspeicher in der Belforter Straße ist noch bis zum 30. Juli zu sehen.

Info-Radio, Mittwoch 28. Juni 2006, 8.55 Uhr und 10.55 Uhr