Die Wasserspeicher in Berlin-Prenzlauer Berg

Zwischen 1852 und 1856 wurde die erste öffentliche Wasserversorgungsanlage für Berlin gebaut. Auf dem Windmühlenberg – heute Wasserturmareal – entstand ein 3.000 Kubikmeter großes offenes Wasserbecken und ein Steigrohrturm. Nach 1873 wurde die Anlage erweitert. Es entstanden der Wasserturm mit einem Hochreservoir und Wohnungen, Maschinenhäuser und ein zweiter wesentlich größerer geschlossener Tiefbehälter Großer Wasserspeicher.

Der kleine Tiefbehälter Kleiner Wasserspeicher wurde überwölbt. Trotz weiterer Modernisierungen um die Jahrhundertwende reichte die Anlage schon wenige Jahre später für die schnell wachsende Stadt nicht mehr aus. 1914 wurde sie stillgelegt.

Alle Bauten sind aus rot-gelbem Backstein und wesentlich vom Stil des Historismus geprägt. Der Wasserturm und der schlanke Steigrohrturm wurden zum Wahrzeichen von Prenzlauer Berg. Die unter dem Berg liegenden Backstein-Gemäuer der Reservoire wurden umgenutzt und fast vergessen. Sie dienten als Lager, Werkstätten, Kriegsküche, Luftschutzbunker und Fischhalle.

Das gesamte Wasserturmareal steht unter Denkmalschutz und wird behutsam saniert.

Die Speicher sind unterirdisch (unter dem Berg) und dabei ebenerdig (es sind keine Treppen zu überwinden). Von außen sind der Wasserturm, der Steigrohrturm, das Schwimmerhäuschen und der Turm des Großen Wasserspeichers zu sehen.

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Wasserturm-Areal
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